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Suche nach Schlagwort : Fabel, Literatur, für Kinder, Märchen, kurze Geschichte, Wolf


Der Wolf und das Pferd Drucken E-Mail

Volksmärchen (Tiermärchen bzw. Fabel) aus Estland

Der Wolf und das Pferd

   
 

Einst weidete ein Pferd auf einer Weide. Plötzlich schlich aus dem Wald der Isegrim heraus. Als er das Pferd erblickte, verspürte er sofort das Verlangen, es zu verschlingen. Das Pferd aber begann den Wolf zu bitten: „Lieber Nachbar, lass mich diesmal noch am Leben, du siehst ja selbst, wie mager ich bin! Gib mir noch ein paar Tage Zeit, damit ich mich mäste.“ Der Wolf war mit diesem Handel einverstanden und rührte das Pferd diesmal nicht an.

Am nächsten Tag kam der Wolf wieder, ging zum Pferd und fragte: „Bist du jetzt fett?“
Das Pferd begann wieder zu bitten: „Lieber Isegrim, lieber Nachbar, ich bin überhaupt noch nicht fett. Lass mir noch ein paar Tage zum Mästen!“ Und das Weidenkalb gab auch diesmal nach, fügte jedoch hinzu: „Ich warte also bis morgen. Aber dann werde ich dich nicht mehr verschonen, denn sonst müsste ich vor Hunger sterben!“

Am Abend ging das Pferd nach Hause und erzählte seinem Herrn, wie es ihm mit dem Wolf ergangen war. Der Herr schlug dem Pferd gleich ganz neue scharfe Eisen unter und band den Schwanz zu einem Knoten. So ging dann das Pferd auf die Wiese und erwartete dort den Wolf. Der Wolf ließ auch nicht lange auf sich warten, sondern war zeitig zur Stelle. Er ging zum Pferd und fragte: „Bist du jetzt fett?“
„Ja, das bin ich!“ antwortete das Pferd.
„Von weIchem Ende soll ich denn anfangen, dich zu fressen?“ fragte der Wolf.
„Vom Schwanz!“ erwiderte das Pferd.
Der Wolf schlug gleich die Zähne in den Schwanz, das Pferd jedoch rannte sofort los. Da der Schwanz zu einem Knoten gebunden war, bekam der Wolf die Zähne nicht mehr heraus und blieb am Schwanz hängen. Das Pferd aber schlug immer wieder hinten aus und zerschlug dem Isegrim den Kopf derart, dass er schließlich tot war.

Als das Pferd an das Haustor kam, hockte neben dem Tor die Espenhaindame, die Häsin. Als sie den toten Wolf am Schwanz hängen sah, rief sie: „Nun habe ich wieder einen Feind weniger. Der Isegrim kann mich nicht mehr plagen!“ In ihrer Freude lachte die Häsin so lange, bis ihre Lippe platzte, dann lief sie in den Wald.

Der Herr aber nahm den toten Wolf vom Schwanze des Pferdes, zog dem Wolf das Fell ab und machte sich daraus einen warmen Pelz.

 

 
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