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Wie die Krähe graue Federn bekam Drucken E-Mail

Literatur aus Estland
(Märchen, Mythen und Legenden)

Wie die Krähe graue Federn bekam

   
 

In alten Zeiten, als noch alle Vögel und Tiere reden konnten, baute sich eine Singdrossel ihr Nest auf einer Espe, die nicht weit von einem Fuchsbau stand. Der Fuchs kam zum Baum und forderte von der Singdrossel ein Junges.
Er sagte: „Diese Espe ist mein Baum, ich werde sie jetzt absägen; doch wenn du mir ein Junges gibst, lasse ich die Espe noch wachsen.“ Eine Krähe, die damals noch ganz schwarz war, beobachtete von der Spitze einer Fichte diesen spitzbübischen Betrug und sagte schließlich: „Singdrossel, glaube ihm nicht! Womit sollte er denn den Baum fäIlen, er hat ja kein Beil!“ Der Fuchs schlug dann mit dem Schwanz gegen den Baum und sagte: „Ist das denn kein Beil?“ Dann schlich er beschämt weg, drohte aber der Krähe: „Warte nur ab! Warte nur ab! Wirst schon morgen in meine Hände fallen!“

Am anderen Tag ging der Fuchs auf ein Brachland hinter dem Friedhof, legte sich am Wegesrand ausgestreckt hin, den Hals zurückgebogen, den Schwanz eingezogen, wie tot. Die Krähe kam dort vorbei, als der Fuchs ausgestreckt am Boden lag, und glaubte, es sei dasd Aas eines verendeten Fuchses. Sie ging näher und schaute ihn zuerst etwas an. Dann schlug sie ihm mit ihrem Schnabel ein paarmal in den Hintern. Als sie nun merkte, dass der Fuchs das aushielt und nicht aufstand, wurde die Krähe mutiger und glaubte, es sei tatsächlich ein toter Fuchs. Jetzt ging sie zu seiner Schnauze und wollte ihm vor allem
die Augen aus dem Kopf picken. Sie begann gerade auf die Augen loszuhacken, als der Fuchs sie packte und sofort anfing, ihr die Feder vom Rücken zu rupfen.

Der Körper der Krähe war schon ganz nackt gerupft, der Schwanz war noch da, der Kopf und die Flügel waren auch noch heil, als der Fuchs die Krähe fressen wollte, ohne auf ihr Flehen um Erbarmen zu achten. Schließlich bat die Krähe ganz herzerweichend : „Lieber Gevatter Reineke! Friss mich doch nicht, bevor du ein Tischgebet gesprochen hast.“ Der Fuchs wollte der Krähe diesen Gefallen noch tun und begann ein Tischgebet zu sprechen. Als er „Amen“ sagen musste, gingen ihm plötzlich die Zähne zu weit auseinander, und die Krähe entwischte. Da ihre Flügel noch heil waren, flog sie sofort davon. Allmählich wuchsen der Krähe neue Federn nach, doch nicht mehr schwarze, sondern graue.

Von der Zeit an hat das ganze Krähengeschlecht graues Gefieder. Nur der Kopf, die Flügel und der Schwanz, die der Fuchs nicht gerupft hatte, sind immer noch schwarz. Die Beine und der Schnabel, die schon früher ungefiedert waren sind auch jetzt nackt.

 

 
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