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Wie Fluchenstein zu seinem Namen gekommen Drucken E-Mail
Volkssagen, Mythen, Märchen und Legenden - Literatur aus dem Allgäu / Bayern

Wie Fluchenstein zu seinem Namen gekommen

   

Kunst und Kultur aus den vergangenen Jahrhunderten

Eine halbe Stunde von Sonthofen liegt auf einer Anhöhe bei Berghofen die malerische Ruine Fluhenstein, vom Volke meist 'Fluchenstein' genannt. Als dieses Schloss, zu dem die Bauern der Umgegend die Steine herbeischaffen und harte Frondienste leisten mussten, seinerzeit erbaut worden war, sollte demselben auch ein Name geschöpft werden. Da habe der Bauherr von den Bauleuten Vorschläge hören wollen und bei allen, die mitgeholfen hatten, Umfrage danach gehalten. „Ich wüsste schon den rechten Namen, ...“, ließ sich einer von den Fronarbeitern vernehmen, „... aber ich darf ihn nicht sagen.“ „Warum nicht“, fragte der Herr, neugierig geworden; er solle ihn nur sagen, es geschähe ihm dessentwegen nichts Ungerades. Da sprach der Mann: „Nennt das Schloss ,Fluchenstein'; denn ich habe bei jedem Stein, den ich während des ganzen Baues herauftragen musste, einen Fluch ausgestoßen, und so mag es nicht leicht ein Bauwerk geben, an dessen Steinen so viele Flüche haften.“ Der Name Fluchenstein ist seitdem dem Schlosse verblieben.


 
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