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Im Weißtannenwald, auf dem Gute Rinkenberg, war ein Mann gestorben, und der Vogt schickte seinen Knecht dorthin, dass er die schönste Kuh aus dem Stalle weghole. Neben dieser aber stand das Kalb, von dem sie sich selbst auf allerhöchsten Befehl nicht trennen wollte; alles Zerren und Reißen war umsonst.
Nun wusste der Sohn des Hauses Rat. Er bemerkte dem Knecht des Vogtes, die Kuh würde schon folgen, wenn man zuerst das Kalb aus dem Stalle führen würde. Das leuchtete jenem ein. Das muntere Ding wurde von der Krippe losgelöst und folgte willig der dargebotenen Hand. Kaum aber war es draußen, so schlug der listige Junge die Tür zu und rief mit schadenfrohem Lachen: „Das Kalb magst du nun als des Vogtes Besthaupt behalten, die Kuh aber bleibt unser Eigentum; denn es steht im Landrecht geschrieben, was der Vogt über die Dachtraufe weggeführt habe, das sei sein Besthaupt, und dieses dürfe nicht mehr umgetauscht werden!“
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