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Die boshaften Raubritter auf Schellenberg Drucken E-Mail
Sagen, Mythen und Legenden Wiggertal - Schweiz


Die boshaften Raubritter auf Schellenberg

   
 

Auf dem Sodhubel bei Safenwil stand einst das Schloss Schellenberg. Darin lebten grausame Ritter, die auch auf Raub ausgingen. Die Bauern von Safenwil brachten ihnen aus Angst allerlei Geschenke: Eier, Hühner, Zicklein und Schweine, damit sie ihnen nichts taten.

Einmal brachte eine arme Bäuerin ein mageres Zicklein auf das Schloss. Die Ritter packten die Frau und sperrten sie in einen unterirdischen Gang. Dort musste sie das Zicklein, welches die Ritter hatten braten lassen, selber verzehren. Das geschah einige Tage bevor die Berner, welche in den österreichischen Aargau eingedrungen waren, vor das Schloss Schellenberg zogen. Bei der Belagerung drangen sie in den unterirdischen Gang ein und hörten dort eine Frau kläglich schreien. Hinter einer eisernen Tür fanden sie die halbverhungerte Bäuerin und gaben ihr zu essen und zu trinken. Die ruchlosen Ritter entwischten, und ihre Burg wurde zerstört.

Nach einiger Zeit sah man in der Gegend des Sodhubels einen grüngekleideten Jäger auftauchen und verschwinden, man hörte Hundegebell und Jagdhorntöne. Bald darauf gab es ein stürmisches Unwetter. - Andere erzählen, es erscheine zu bestimmten Jahreszeiten ein Ritter auf einem Schimmel, begleitet von bellenden weißen Rüden.

Eines Tages kam aber nun doch wieder einmal, mag sein aus Unkenntnis oder aus Versehen, ein Bettler auf die Blutburg. Und als er um ein Essen bat, setzte man ihm, recht zum Hohn, die also verunehrten Speisen vor. Aber die Köchin winkte ihm, das Schloss zu verlassen, und gab ihm Geld, damit er sich etwas zu essen kaufen könne. Der Bettler aber wusste schon, was hier geschehen war. Er war nämlich ein Heiliger Gottes, der Herrschaft auf der Blutburg zum Gericht gesandt. Die Köchin sah auf einmal, dass ein milder Schein sein Haupt umfloss. Sie kniete nieder und küsste ihm die Hände. Er aber hob sie auf und führte sie vor die Burg hinaus. Dann nahm er seinen Wanderstab und brach ihn entzwei, wie der Richter tut, wenn er das Urteil über Leben und Tod gesprochen. Die beiden Stücke fielen zu Boden. Im selben Augenblick tat sich der Berg auf, und die Burg mit allem, was in ihr war und lebte, sank in die Tiefe. Als die erschrockene Küchenmagd Leute herbeiholte, hatte sich der Abgrund schon geschlossen. Nur noch ein unbegrünter Fleck am Boden zeigte den Platz, auf welchem die Burg vordem gestanden hatte.


 
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