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Die Maus und die Katze Drucken E-Mail

Fabel aus der Kategorie Märchen und Volksfabeln

Die Maus und die Katze

   
 

Katze und Maus lebten in alten Zeiten in guter Freundschaft miteinander. Die Maus fürchtete die Katze nicht, und die Katze tötete die Maus nicht. Um diese Zeit sammelten sie einst im Herbst gemeinsam in einer alten Heuscheune Fett in eine Tonne, um einen Wintervorrat zu haben. Als die Tonne bis zum Rand voll war, versprachen sie einander ganz fest, nicht eher aus der Tonne zu nehmen, bis es schneit und man nirgends mehr etwas findet. Daraufhin verschlossen sie die Tonne mit dem Deckel und gingen nach Hause.

Doch die Maus konnte vor Verlangen nach Fett nirgends Ruhe finden. Eines Morgens sagte sie zur Katze: „Gestern war ich mit der Krähe zusammen; sie hat Junge und rief mich für heute zur Kindtaufe. Erwarte mich nicht vor dem Abend zurück.“ Mit diesen Worten ging sie. Die Maus hatte aber gelogen. Sie hatte großen Appetit auf Fett. Damit die Schuld nicht allein auf sie fiel, rief sie ihre Freunde und Nachbarn in die bewusste Scheune zur Fetttonne zu Besuch. Nun, dort aßen sie sich den ganzen Tag über satt und leerten die Tonne bis zur Hälfte. Da noch genug Fett da war, bestellte die Maus alle zum nächsten Tag wieder. Kurz vor Mitternacht kam unsere Maus nach Hause. Als sie ins Zimmer trat, hatte die Katze schon den ersten Schlaf hinter sich. Da sie hörte, dass die Maus zurückkam, fragte sie: „Welchen Namen erhielt das Kind?“ Sich ins Bett legend, erwiderte die Maus ächzend: „Halb aus, morgen soll ich wiederkommen!“ Weil die Maus schläfrig zu sein schien, forschte die Katze nicht weiter.

Am nächsten Tag aber traf sich die Maus mit ihren Freunden wieder zum Schmause in der Fetttonne. Am späten Abend war auch der Tonnenboden blank. Die Tonne war jetzt vollkommen leer. Alle bedankten sich und gingen nach Hause. Auch unsere Maus gelangte im Morgengrauen heim. Die Katze erwartete sie und fragte wieder: „Welchen Namen erhielt das Kind?“ „Boden blank“, entgegnete kurz die Maus und kletterte ins Bett,
um zu schlafen. Als die Katze die Müdigkeit der Maus sah, unterließ sie auch diesmal, sie genauer über die Kindtaufe auszufragen, und legte sich ehenfalls zur Ruhe.

Am nächsten Tag kam die Katze an der Heuscheune vorbei. Sie trat ein, um ihren kleinen Vorrat zu überprüfen, ob alles noch an Ort und Stelle war. Sie hob den Deckel von der Tonne und sah den leeren Boden; vom Fett war nicht ein Kleckschen mehr vorhanden. Die Spuren der Mäuse zeigten aber, wer die Tonne entleert hatte. Auf dem Weg nach Hause, beim Hin-und-her-Überlegen, fiel es der Katze wie Schuppen von den Augen: „Was für eine Kindtaufe konnte denn die Krähe im Herbst noch haben? Leeres Gerede der Maus! Am ersten Abend 'halb aus', am anderen Abend schon der 'Boden blank'. Welcher Boden? Welcher sonst, wenn nicht der der Fetttonne!“

Als die Katze diese ganze Spitzbüberei erkannte und an das gesammelte Fett dachte, schwor sie der Maus ewigen Groll und ewige Verfolgung, was die Maus bis zum heutigen Tage mit ihrem Leben bezahlen muss.

 

 
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