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Johannes Pauli

Gut ausgelegt

bild

Ein reicher Bauer lag im Sterben
und sprach zu seiner Frau:
„All' meine Habe sollst du erben,
nur eins beachte mir genau!
Wir hatten immer gut zu leben
und haben doch, Gott sei's geklagt,
den Armen selten was gegeben.

Drum, weil mich nun die Reue plagt;
Versprich mir, dass - sobald ich eingesargt -
du gleich zum Markt
mit unserm besten Pferde ziehst
und vorteilhaft es zu verkaufen siehst,
um den Erlös mit christlichem Erbarmen
zu spenden unsres Dorfes Armen!“
Der Bauer starb
die Bäuerin, nicht faul
nimmt aus dem Stall den allerschönsten Gaul,
legt Ihm den ersten besten Sattel auf ,
trabt in die Stadt und bietet jedermann
das Pferd zum Kauf
mit wohlgesetzten Worten an.

Ein Käufer tritt bald vor sie hin,
nachdem er sich das Tier genau besehen,
und fragt: „Was kostet Euer Pferd?“ -
„Zwei Kreuzer“, spricht die Bäuerin,
„allein: Ihr müsst den Sattel auch erstehen,
und der ist fünfzig Gulden wert!“
„Ihr seid ein narrisch Weib!" – Der Käufer lacht -
„Dass Ihr so hoch den Sattel angesetzt
und Euren Schimmel nur zwei Kreuzer schätzt!
Doch mir ist‘s gleich, wie Ihr die Rechnung macht.
Nehmt fünfzig Gulden hier für's Sattelzeug
und für den Gaul zwei Kreuzer - Gott mit Euch!“

Der Käufer zog von dannen mit dem Pferd -
und als die Bäuerin heimgekehrt,
gab .sie getreu nach des Verstorbnen Sinn
zwei Kreuzer für die Armen hin.

 

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