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Die Gespenster im Schloss zu Gattendorf Drucken E-Mail
Sagen, Mythen und Legenden Frankenwald - Bayern


Die Gespenster im Schloss zu Gattendorf

   
 

Auch in Gattendorf befand sich ehedem eine Burg, in der räuberische Edelleute hausten. Die Namen verschweigt uns die Geschichte. Sie übten allerorten große Gewalt aus und trieben schändlichen Mutwillen. In Gebüschen und Hohlwegen legten sie sich in den Hinterhalt, hielten die Fuhr- und Wandersleute an und forderten hohen Zoll von ihnen. Von den Bewohnern der benachbarten Dörfer verlangten sie Frondienste und alle möglichen Abgaben. Auch trieben sie ihnen unter dem Schein der Steuer ganze Herden Vieh weg.

Die vielen Missetaten lassen diese Unholde nicht in die ewige Ruhe eingehen. Sie erscheinen noch heute im Schloss als allerlei Gespenster. Zu nachtschlafender Zeit hört und sieht man diese wilden Gestalten in Gängen und Zimmern umgehen. Bisweilen hängen sie eine brennende Laterne zum Fenster hinaus, um die nächtlichen Wanderer zu betören, und sie hüllen das ganze Gebäude in eine Feuergarbe, um die Leute zu ängstigen und zu erschrecken.

 


 
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