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Nach einem Weg durch meterhohe Nesseln Bleib ich vor einer einsamen Ruine stehn; Der Anblick soll mich traurig, widerwärtig fesseln – So seltsam bekannt, er will nicht aus den Gedanken gehn. Mich packt das Gefühl, ich erkenne dies Haus, Das nun als Ruine so einsam steht und allein; Von oben schaute ich einst auf den Prachtgarten aus - Dies muss unser Schloss gewesen sein. Doch der Schwamm in den Mauern… So verfällt es, zerbröselt, zerbricht; Nur noch kurze Zeit wird es dauern, Dann ist dieser Ort wieder licht. Weil kein wärmendes Feuer es heizte, Wir ihn Hege und Pflege entsagten, So vergingen Schönheit und Reize, Welche längst in der Wildnis verzagten. Wozu die Liebe, die Schönheit, das Leben, Wenn nichts von alledem bleibt, Wird ohnehin der Schlussreim des Liedes ergeben: Jegliches Glück findet sein Ende im Leid. Ich stehe vor einem miefenden Jauchetümpel, Will senken mein Haupt, mich abwenden und gehn, Da seh ich zwischen Unkraut und altem Gerümpel, Eine – eine einzige rote Rose stehn.
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