Suche nach Schlagwort : Volkssagen, Mythen, Märchen, Legenden Literatur, Allgäu, Bayern
Unweit Pians trägt eine kleine Anhöhe Reste eines zerfallenen alten Schlosses, das zum Bauernhof im Laufe der Zeiten herabsank. Niedrige Häuser und Hütten traten an die Stelle gewaltiger und trotziger Kemenaten und Burgstädel. Das Volk nennt die Trümmer wie das Gehöft Ischl (nicht mit Ischgl, dem Hauptort des gleichnamigen Gerichtes im Patznaunertale zu verwechseln) und erzählt, dass man in den Trümmern an Festvorabenden oder an Quartembertagen klägliche Stimmen vernehmen kann, die um Erlösung flehen. 'Heidnische Grafen' sollen das ehemalige Schloss erbaut, ihre Reichtümer den Umwohnern abgepresst und sie dann an heimlichen Orten wohl verborgen haben. Dafür müssten sie nun zur Strafe hier bis zum jüngsten Tage ihre Schätze hüten und ihrer Erlösung harren.
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