Suche nach Schlagwort : Tschechow, Kurzerzählungen, Novellen, Dramen, Theophrast, Pfennigfuchser
Reiche und vornehme Leute haben manchmal das Glück, wenigstens von ihren Bedienten die Wahrheit zu hören, die ihnen nicht gleich ein anderer sagt. Einer, der sich viel auf seine Person und auf seinen Wert und nicht wenig auf seinen Kleiderstaat einbildete, als er sich eben zu einer Hochzeit angezogen hatte und sich mit seinen fetten, roten Backen im Spiegel beschaute, dreht er sich vorm Spiegel um und fragt seinen Kammerdiener, der ihn von der Seite her wohlgefällig beschaute: „Nun, Thadde“, fragte er ihn, „wie viel mag ich wohl wert sein, wie ich dastehe?“ Der Thadde machte ein Gesicht, als wenn er ein halbes Königreich zu schätzen hätte, und drehte lang die rechte Hand mit ausgestreckten Fingern so hin und her. „Doch auf fünfhundert und fünfzig Gulden“, sagte er endlich, „weil doch heutzutage alles teurer ist als sonst.“ Da sagte der Herr: „Du dummer Kerl, glaubst du nicht, dass mein Gewand, das ich anhabe, allein seine fünfhundert Gulden wert ist?“ Da trat der Kammerdiener ein paar Schritte gegen die Stubentür zurück und sagte: „Verzeiht mir meinen Irrtum, ich hab's etwas höher angeschlagen, sonst hätte ich nicht so viel herausgebracht.“
raduga | joomlaportal
Brillantes Leseabenteuer: David Graeb...
Solange auch nur ein Kind auf diesem ...
Schlimm ist nur, daß das keiner ...
"ECHTER WANDEL: Für uns ...
Schönes Märchen. "Doch die Stiefe...
Demokratie ist, wenn man JA oder NEIN...
Volkers Feststellung ist allerdings s...
Neusprech: "Wir sagen nicht mehr...
Und Sie?! Was werden Sie sagen, wenn ...
Griechenland und Portugal sind die wi...