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Die falsche Schätzung PDF E-Mail
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]ohann Peter Hebel    

Die falsche Schätzung

bild

Reiche und vornehme Leute haben manchmal das Glück, wenigstens von ihren Bedienten die Wahrheit zu hören, die ihnen nicht gleich ein anderer sagt.
Einer, der sich viel auf seine Person und auf seinen Wert und nicht wenig auf seinen Kleiderstaat einbildete, als er sich eben zu einer Hochzeit angezogen hatte und sich mit seinen fetten, roten Backen im Spiegel beschaute, dreht er sich vorm Spiegel um und fragt seinen Kammerdiener, der ihn von der Seite her wohlgefällig beschaute: „Nun, Thadde“, fragte er ihn, „wie viel mag ich wohl wert sein, wie ich dastehe?“
Der Thadde machte ein Gesicht, als wenn er ein halbes Königreich zu schätzen hätte, und drehte lang die rechte Hand mit ausgestreckten Fingern so hin und her.
„Doch auf fünfhundert und fünfzig Gulden“, sagte er endlich, „weil doch heutzutage alles teurer ist als sonst.“
Da sagte der Herr: „Du dummer Kerl, glaubst du nicht, dass mein Gewand, das ich anhabe, allein seine fünfhundert Gulden wert ist?“
Da trat der Kammerdiener ein paar Schritte gegen die Stubentür zurück und sagte:
„Verzeiht mir meinen Irrtum, ich hab's etwas höher angeschlagen, sonst hätte ich nicht so viel herausgebracht.“


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akgk   |26-08-2009 15:05:14
Hahaha, was ist da der Witz dran? Kann mir das jemand erklären?
F.Hagemann  - an akgk   |19-09-2009 12:53:08
Steht denn irgendwo, dass das witzig sein soll?
]ohann Peter Hebel lässt hier offen, wem es gefallen soll.
Vielmehr geht es hierbei wohl um Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts
und was die Leser damals gut (vielleicht auch lustig) fanden.
An einen Literaturkritiker namens "akgk" hat ]ohann Peter Hebel wahrscheinlich nicht gedacht.
vipero4eg   |16-06-2010 21:53:06
Character problem. empty comment
Verena  - akgk   |29-08-2010 14:15:29
@ akgk
Maul mal nicht so herum!

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