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Auf der Gemarkung der Gemeinde Lintgen befinden sich zwei Wälder, der Hochwald, jetzt Eigentum der Familie Pescatore, und der Schlammenbusch, jetzt königliches Eigentum [um 1880]. In diesen beiden Wäldern geht es zu bestimmten Zeiten nicht ganz geheuer zu. Dort hört man nämlich eine Wilde Musik, es erschallen Hörner, es entsteht ein furchtbarer Lärm; dies alles begleiten ohrenzerreißende Klagen. Zugleich bricht ein heftiger Sturm los, und der Wind braust, als wollte er die alten Buchen entwurzeln. Wer sich zu dieser Zeit zufällig in beiden Wäldern oder in deren Nähe befindet, ergreift schleunigst die Flucht. Sogar bis ins Dorf hinunter hört man das Getöse.
Über die Ursache dieses sonderbaren Lärms und dieser Klagen erzählt man sich folgendes. Ehemals gehörten diese Wälder der Gemeinde Lintgen. Damals lebten zu Trier einige reiche Edelleute, leidenschaftliche Jäger, welche, um besser dem Weidvergnügen obliegen zu können, beide Waldungen auf unrechtmäßige Weise in ihren Besitz brachten. Von ihnen gingen sie auf die jetzigen Besitzer über. Zur Strafe aber für ihren Frevel müssen die Edelleute alljährlich, und zwar um dieselbe Zeit, in den von ihnen der Gemeinde gestohlenen Wäldern den obengemeldeten Umzug halten.
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