Suche nach Schlagwort : kurze Geschichte, Sage, Rätzligletscher, Märchen und Sagen, Mythos, Legende
Im Pfinwald besaß die Gemeinde Salgesch einen flotten Wald. Unter der Landstraße daselbst ist ein kleiner Bezirk genannt „Zur Leimgrube“. Es geht die Sage, ein Herr aus Leuk ging einst mit den Salgeschern einen Handel ein. Er bot ihnen für die Bäume, die auf Lehm stehen, eine schöne Summe. Die Bürger von Salgesch gingen den Handel ein, meinend die Bäume, die im Bezirk „Zur Leimgrube“ sich befinden. Aber halt, der Herr verstand es anders. Es kamen seine Arbeiter und wollten die schönsten Nussbäume, die dazumal wie ein schöner Kranz das Dorf Salgesch umgaben, fällen. „Halt, halt, ihr habt hier nichts zu tun“, rief man ihnen zu; doch schon haben sie den größten Baum beinahe gefällt, als sogleich einige stämmige Männer aus Salgesch diesen Arbeitern den Weg nach Leuk zeigten. Nun gab's Gericht. Da aber im Kontrakt geschrieben stand, „die Bäume, die auf Lehm stehen“, so haben die Salgescher verloren, denn das ganze Dorf und seine nächste Umgebung steht, wenn man einige Meter tief gräbt, auf einer Schicht Lehm. Die Salgescher mussten nun den Atem leise ziehen und boten dem Herrn, damit er ihnen nicht die schönen Nussbäume nehme, einen großen Bezirk im Pfinwald an; der Herr ging darauf ein, und heute noch zeigt man den Wald, den die Salgescher in diesem unliebsamen Streit verloren haben.
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