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Es lag der gnädige Löwe krank. In seiner Höhle war großer Stank. Sich zu zerstreu'n ließ seine Gnaden Die Tiere zum Besuche laden. Des Kämmerers Ruf erging an drei: An den Esel, den Bock und den Fuchsen dabei; Die hätten sich gern der Ehr' enthoben, So ward der Esel vorgeschoben, Der zitternd trat in die Höhle ein. - Da lag der König im Dämmerschein. Der spricht, indem die heiße Gier Aus seinen Feueraugen blinkt: "Freund Baldwyn, sag', wie riecht es hier?" "Herr König", schnuppert der Esel, "es stinkt!" Das Eselein, der Wahrheit beflissen, Ward für sein keckes Wort zerrissen. - Kam drauf der Bock gehüpft, vor Graus Stehn ihm die Augen beim Kopf heraus. "Mein Böcklein, sprich, wie riecht es dir?" - "Herr König, wie Bisam duftet es mir." Der Schmeichler war nichts Besseres wert: Ihm ward sein Inn'res herausgekehrt. - Nun kam der Fuchs auf leisen Sohlen, Was wird Herr Reineke sich holen? "Mein guter Fuchs, du treue Seele, Sprich doch, wie riecht' s in meiner Höhle?" Der Reinhard niest: "Ich kann's nicht sagen, Mich tut ein arger Schnupfen plagen." Der König schweigt, beißt in die Lippe Und reicht ihm eine Eselsrippe : "Da nimm und iss, du kluger Mann, Ich seh's, du bist kein heutiger Hase; Wer den Geruch verleugnen kann, Der hat die allerfeinste Nase."
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Ein wahres Wort, das die Mascha Kaléko da spricht. Sehr klares Zitat. Schön...
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Ludwig Fulda Ja, ja so ist das.