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Der betrügerische Müller Drucken E-Mail
Maerchen und Sagen - Sage Mythos und Legende

Der betrügerische Müller

Unweit vom Schloss Dagstuhl, dort, wo der Lösterbach sein silberklares Wasser durch den niedrigen Bogen einer kleinen Brücke glucksen lässt, stand vor vielen Jahren eine Mühle, die an die Herren von Dagstuhl ihren Zehnten zahlte, von der uns aber nichts erhalten blieb als folgende Sage: Einst wohnte auf dieser Mühle der Brotrainer, ein hungriger, selbstsüchtiger Mann. In der Nacht, wenn das Mahlwerk stillstand und das Gesinde schlief, schlich er auf den Strümpfen in die Mahlkammer, nestelte an den zugebundenen Säcken und entnahm jedem etliche Schaufeln Mehl. Damit seine Kunden, die Bauern aus den herrschaftlichen Grunddörfern, den Betrug nicht merkten, schüttete er weißen Silbersand, den er hinter der Mühle in der Sandgrube fand, unter das Mehl und vermengte beides miteinander. In allen Dörfern der Nachbarschaft klagten die Bauern über das schlechte Mehl des Müllers vom Lösterbach, aber keiner konnte ihm etwas beweisen, und sie waren nach alten Rechten gezwungen, ihre Frucht weiter in der herrschaftlichen Bannmühle mahlen zu lassen. Nachdem der Müller diesen Diebstahl etliche Jahre betrieben hatte, fühlte er sich so sicher, dass er auch in das Brot, das sein Gesinde aß, Sand mischte, der bei der Morgensuppe zwischen den Zähnen knirschte wie feingemahlenes Glas. Das Gesinde fing an zu murren und beobachtete das Tun des Müllers mit argwöhnischen Augen. Als sich eines Nachts ein Knecht in der Mahlkammer versteckte und den Müller bei seiner schwarzen Handlung erwischte, sprang er vor und sprach einen furchtbaren Fluch. Und der Fluch rollte weiter durch die ganze Gegend und wuchs an zu einer himmelschreienden Klage. Als der Müller starb, gingen die Flüche der Betrogenen in Erfüllung. Er musste als Geist umgehen und in jeder Vollmondnacht an der Mühlenbrücke sitzen und über seine Sünde heulen und winseln. Manchmal kam auch sein Ächzen aus der Sandgrube, wo er mit blutigen Fingern grauweißen Silbersand kratzen musste, bis sein Mehlsack voll war. Die Spukstelle an der Lösterbrücke war bald in der ganzen Gegend verrufen. Wenn ein Einheimischer trotzdem dort vorbeigehen musste, schlug er nach jedem Schritt ein Kreuz und trug ein Säckchen geweihtes Kraut auf der Brust, damit ihm der Brotrainer nicht schade.

 








Eine deutsche Kurzgeschichte aus dem Bereich Sage und Legende aus dem Saarland

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