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Der letzte Graf von Froburg war außerordentlich reich. Wenn er sein Zehntgetreide einfahren ließ, so brauchte er eine so lange Wagenreihe, dass der erste Wagen oft schon im Tor der Burg, der letzte aber noch zu Olten auf der Brücke war. Und doch beträgt von da aus der Weg aufs Schloss ein paar Stunden. Der Reichtum und die große, fast unbeschränkte Macht, welche der Graf über seine vielen Untertanen ausübte, machten ihn stolz und übermütig. Er fürchtete weder Gott noch Menschen. Da brach das große Erdbeben von 1356 herein, welches fast alle Juraburgen niederwarf. Auch die stolze Froburg ward nicht verschont. Eben ritt der Graf über die Oltener Brücke, als ein Eilbote die plötzliche Nachricht von der Zerstörung der Feste, die für die Ewigkeit erbaut schien, meldete. Da lästerte der Graf und schwur: „So wahr ich der Herr des Landes bin, kein Pflug soll fürder durch die Felder gehen, bis dass durch den Frondienst und den Schweiß der Bauern meine Burg wieder erbaut ist.“ Aber kaum hatte er ausgesprochen, so brach auch die Strafe Gottes herein; aus heiterem Himmel fuhr ein Blitz herab und erschlug den Übeltäter inmitten seiner erschrockenen Lehensleute und Diener.
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