Suche nach Schlagwort : Fabel, Literatur, für Kinder, Märchen, kurze Geschichte, Wolf
Die Ziege machte sich ein Haus aus Stein, der Wolf aber ein Haus aus Eis. Es kam der Frühling, und das Haus des Wolfes schmolz dahin; das Haus der Ziege aber blieb stehen.
Es kam wieder der Herbst, und die Ziege heizte in ihrem Haus den Ofen an. Der Wolf kam an die Schwelle des Ziegenhauses und begann zu bitten: „Zieglein, lass mich doch die Nasenspitze wärmen!“ Die Ziege sagte aber: „Das kann ich nicht erlauben, du springst herein.“ „Ich springe nicht hinein, Zieglein!“ Das Zieglein erlaubte dann dem Wolf, sein Nasenspitzehen zu wärmen. Der Wolf sagte wieder: „Zieglein, lass mich doch auch die Vorderpfoten wärmen!“ „Das kann ich nicht - du springst herein.“ „Ich springe nicht, Zieglein.“ Das Zieglein erlaubte sodann dem Wolf, auch seine Vorderpfoten mit hineinzunehmen. Der Wolf aber bat wieder: „Zieglein, erlaube es mir, auch die Hinterpfoten hineinzunehmen. Sie frieren sehr!“ „Ich kann es nicht erlauben - du springst herein!“ „Ich springe nicht hinein, Zieglein!“ Da ließ denn das Zieglein ihn auch die Hinterpfoten hineinnehmen. Der Wolf begann wieder zu bitten: „Mein Schwanzspitzchen friert sehr, lass es doch auch herein!“ „Ich kann es nicht - du springst mir in die Stube herein.“ „Ich springe nicht hinein, warum soll ich denn hineinspringen!“ Die Ziege überlegte eine Weile und erlaubte es dann. Hopp – war der Wolf in der Stube! Das Zieglein lief hinaus und flüchtete. Es floh über die Wiese zu der Großmutter und sagte, der Wolf sei in die Stube gesprungen. „Geh ins Moor“, riet ihr die Großmutter, „schneide dort ein Geißblattstöckchen und binde einen Beerenzweig des Schneeballstrauchs daran. Geh nach Hause, öffne die Stubentür und geh dreimal um das Haus herum und rufe: 'Wenn ich die anderen Wölfe gerissen habe, so reiße ich auch diesen Wolf!'“
Das Zieglein ging ins Moor, schnitt sich vom Geißblatt einen Stock, band einen Beerenzweig des Schneeballstrauchs daran, öffnete die Stubentür, ging dreimal um das Haus und brüllte laut: „Kii kipst, kaa kapst. Wenn ich die anderen Wölfe gerissen habe, so reiße ich auch diesen Wolf!“
Als der Wolf das hörte, flüchtete er aus der Stube, dass es nur so stiebte. Die Ziege kehrte zurück in ihre Stube und lebte nun in Zufriedenheit, und wenn sie nicht gestorben ist, so lebt sie auch noch heute.
raduga | joomlaportal
Brillantes Leseabenteuer: David Graeb...
Solange auch nur ein Kind auf diesem ...
Schlimm ist nur, daß das keiner ...
"ECHTER WANDEL: Für uns ...
Schönes Märchen. "Doch die Stiefe...
Demokratie ist, wenn man JA oder NEIN...
Volkers Feststellung ist allerdings s...
Neusprech: "Wir sagen nicht mehr...
Und Sie?! Was werden Sie sagen, wenn ...
Griechenland und Portugal sind die wi...