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Edel sei der Mensch, Hülfreich und gut! Denn das allein Unterscheidet ihn Von allen Wesen, Die wir kennen.
Heil den unbekannten Höhern Wesen, Die wir ahnen! Ihnen gleiche der Mensch; Sein Beispiel lehr uns Jene glauben.
Denn unfühlend Ist die Natur: Es leuchtet die Sonne über Bös und Gute, Und dem Verbrecher Glänzen wie dem Besten Der Mond und die Sterne.
Wind und Ströme, Donner und Hagel Rauschen ihren Weg Und ergreifen Vorübereilend Einen um den andern
Auch so das Glück ² Tappt unter die Menge; Fasst bald des Knaben Lockige Unschuld, Bald auch den kahlen, Schuldigen Scheitel.
Nach ewigen, ehrnen, Großen Gesetzen Müssen wir alle Unseres Daseins Kreise vollenden.
Nur allein der Mensch Vermag das Unmögliche: Er unterscheidet, Wählet und richtet; Er kann dem Augenblick Dauer verleihen ³.
Er allein darf Den Guten lohnen, Den Bösen strafen, Heilen und retten, Alles Irrende, Schweifende Nützlich verbinden.
Und wir verehren Die Unsterblichen, Als wären sie Menschen, Täten im großen, Was der Beste im kleinen Tut oder möchte.
Der edle Mensch Sei hilfreich und gut! Unermüdet schaff er Das Nützliche, Rechte, Sei uns ein Vorbild Jener geahneten Wesen!
raduga | joomlaportal
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