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Einer wirklich netten Parade, einer wirklich tollen Stimmung wohnte ich kürzlich auf dem Berliner Christopher Street Day bei. Sicherlich wäre der Tag auch weiterhin die Grundlage einer positiven Erinnerung geblieben. Es war auch nicht die breitschultrige Dame, welche sich Anfangs nicht aus meinem Blickfeld und später nicht von meiner Seite stahl - vielmehr, dass ich das zum Anlass nahm, mir einen anderen Platz zu suchen bzw. weiterzuschlendern. Dabei nämlich erblickte ich auf der anderen Straßenseite Angela Merkel. Mir nichts weiter dabei denkend, schlenderte ich weiter... Nein, das kann nicht sein; die nächsten Bundestagswahlen sind erst in anderthalb Jahren und sie hat ja beim Volk auch gerade erst durch ihre Fußballfansimulation bei der letzten EM gepunktet. Ich schaue nochmal: Sieht aber genauso aus. Angela beim CSD? -Nein. Oder ist das Günther Netzer? Günther Netzer ist derjenige, der einst meinte, Michael Ballack wäre nicht geeignet, Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft zu sein. Dieser sei nämlich im Osten aufgewachsen und könne deshalb keine Führungspersönlichkeit sein. Angela und Günther...: der selbe Friseur, der selbe Schneider... Nur, dass das an Günther Netzer niemanden stört. Was wäre wohl sein Fazit, wenn er in Erfahrung brächte, dass nicht nur Michael Ballack Kapitän wurde, sondern, dass Angela Merkel aus dem Osten kommt. Ich wüsste auch allzu gern, ob Angela das noch weiß. Allerdings zählt das wohl auch nicht mehr. Schließlich steckte sie so tief in Altkanzler Kohls Hinterteil, dass ihr das Ausscheiden aus eben diesen wie eine Reinkarnation im Westen vorgekommen sein muss. Und Helmut vergaß nach dieser Presswehenaktion und dem daraus resultierenden unverhofften Vaterglück gleich sämtliche Spendengelder der letzten Jahrzehnte. Er hat's vergessen, einfach vergessen... Ist es nicht schön, zu sehen, dass es für unsere Politiker wichtigere Dinge gibt als Geld. Etwas irritiert schaue ich mich noch einmal um, ob die breitschultrige Dame immer noch auf mein Hinterteil starrt bevor ich mich dann aus der Menschenmenge befreie und mich wieder anderen Dingen widme.
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