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Biographie - wird ergänzt. Gedichte von Clemens Brentano
Hör, es klagt die Flöte wieder, Und die kühlen Brunnen rauschen, Golden wehn die Töne nieder - Stille, stille, lass uns lauschen!
Holdes Bitten, mild Verlangen, Wie es süß zum Herzen spricht! Durch die Nacht, die mich umfangen, Blickt zu mir der Töne Licht.
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Singet leise, leise, leise, Singt ein flüsternd Wiegenlied, Von dem Monde lernt die Weise, Der 'so still am Himmel zieht.
Singt ein Lied so süß gelinde, Wie die Quellen auf den Kieseln, Wie die Bienen um die Linde Summen, murmeln, flüstern, rieseln.
Dein Lied erklang! Ich habe es gehört, Wie durch die Rosen es zum Monde zog; Den Schmetterling, der bunt im Frühling flog, Hast du zur frommen Biene dir bekehrt. Zur Rose ist mein Drang, Seit mir dein Lied erklang.
Dein Lied erklang! Die Nachtigallen klagen Ach meiner Ruhe süßes Schwanenlied; Dem Mond, der lauschend von dem Himmel sieht, Den Sternen und den Rosen muss ich's klagen, Wohin sie sich nun schwang, Der dieses Lied erklang.
Dein Lied erklang! Es war kein Ton vergebens, Der ganze Frühling, der von Liebe haucht, Hat, als du sangest, nieder sich getaucht Im sehnsuchtsvollen Strome meines Lebens, Im Sonnenuntergang, Als mir dein Lied erklang!
Sprich aus der Ferne, Heimliche Welt, Die sich so gerne Zu mir gesellt!
Wenn das Abendrot niedergesunken, Keine freudige Farbe mehr spricht, Alles ist freundlich wohlwollend verbunden, Bietet sich tröstend und trauernd die Hand, Sind durch die Nächte die Lichter gewunden Alles ist ewig im Innern verwandt. Sprich aus der Ferne, Heimliche Welt, Die sich so gerne Zu mir gesellt!
Und die Kränze still leuchtender Funken Die Nacht um die schattichte Stirne flicht: Wehet der Sterne Heiliger Sinn Leis durch die Ferne Bis zu mir hin.
Wenn des Mondes still lindernde Tränen Lösen der Nächte verborgenes Weh, Dann wehet Friede. In goldenen Kähnen Schiffen die Geister im himmlischen See. Glänzender Lieder Klingender Lauf Ringelt sich nieder, Wallet hinauf.
Wenn der Mitternacht heiliges Grauen Bang durch die dunklen Wälder hinschleicht Und die Büsche gar wundersam schauen, Alles sich finster, tiefsinnig bezeugt: Wandelt im Dunkeln Freundliches Spiel, Still Lichter funkeln, Schimmerndes Ziel.
raduga | joomlaportal
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