Gedikur

Syndicate
GediKur Login
Benutzername   Passwort
  Angemeldet bleiben    Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
  Registrieren

ALLE |0-9 |A |B |C |D |E |F |G |H |I |J |K |L |M |N |O |P |Q |R |S |T |U |V |W |X |Y |Z

Artikelsuche Maerchen und Sagen Sagen

Suche nach Schlagwort : Volkssagen, Mythen, Märchen, Legenden Literatur, Allgäu, Bayern


Die Blutburg bei Altmannshofen Drucken E-Mail
Sagen, Mythen und Legenden Allgäu - Bayern


Die Blutburg bei Altmannshofen

   
 

Zwischen Altmannshofen und Aichstetten erhebt sich der Blutsberg, dem man noch recht gut ansieht, dass er vorzeiten eine Burg getragen hat. Es soll eine gütige und gerechte Schlossherrschaft gewesen sein, deren Erbe sich im Welschland ein wunderschönes, aber böses Weib holte. Bald war vom Geist der Eltern auf der Burg nichts mehr zu spüren. Die hartherzige und launenhafte Burgfrau wandelte ihren Mann so, dass er habgierig und grausam wurde. Kein Armer kam mehr auf das Schloss. Um es zu einer rechten Zwingburg auszubauen, ließ der Burgherr landauf, landab die armen Leute und Bettler aufgreifen und zwang sie zur Fronarbeit. Wer nicht fronen wollte, musste im Burgverlies elendig verschmachten.

Die Herrschaft von der Blutburg aber lebte in Saus und Braus. Überdies wurde mit allen guten Gottesgaben in Küche und Keller verbrecherischer Missbrauch getrieben; und es heißt nicht umsonst: „We der Herr, so das Gscherr“; die ganze Dienerschaft tat es der Herrschaft nach. Nur ein kleines Küchenmädchen machte eine Ausnahme. Es konnte so gut kochen wie niemand auf dreißig Stunden im Umkreis. Wenn aber mit Speis und Trank gefrevelt wurde, da ward ihm jedesmal das Herz schwer. Und als es die Kinder der Herrschaft gar in Milch baden und dann mit frischen Schmalzküchle abreiben musste, da sagte es, es wolle seine seidene Schürze und noch etwas vom Lohn dazu geben, wenn man nur das nimmer von ihm verlangte. Aber es half dem guten Mädchen nichts.

Eines Tages kam aber nun doch wieder einmal, mag sein aus Unkenntnis oder aus Versehen, ein Bettler auf die Blutburg. Und als er um ein Essen bat, setzte man ihm, recht zum Hohn, die also verunehrten Speisen vor. Aber die Köchin winkte ihm, das Schloss zu verlassen, und gab ihm Geld, damit er sich etwas zu essen kaufen könne. Der Bettler aber wusste schon, was hier geschehen war. Er war nämlich ein Heiliger Gottes, der Herrschaft auf der Blutburg zum Gericht gesandt. Die Köchin sah auf einmal, dass ein milder Schein sein Haupt umfloss. Sie kniete nieder und küsste ihm die Hände. Er aber hob sie auf und führte sie vor die Burg hinaus. Dann nahm er seinen Wanderstab und brach ihn entzwei, wie der Richter tut, wenn er das Urteil über Leben und Tod gesprochen. Die beiden Stücke fielen zu Boden. Im selben Augenblick tat sich der Berg auf, und die Burg mit allem, was in ihr war und lebte, sank in die Tiefe. Als die erschrockene Küchenmagd Leute herbeiholte, hatte sich der Abgrund schon geschlossen. Nur noch ein unbegrünter Fleck am Boden zeigte den Platz, auf welchem die Burg vordem gestanden hatte.


 
Kommentare
Neuer Kommentar Suche RSS
+/-
Kommentar schreiben
*Name:
Email:
 
Titel:
UBBCode:
[b] [i] [u] [url] [quote] [code] [img] 
 
 
*= Pflicht / Bitte geben Sie die Zeichenkette (Antispam-Code) ein!
der_andy_   |24-09-2009 15:50:56
da wohn ich direkt daneben.....:o)
schöne geschichte die zum nachdenken anregen solte.....

3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."

 
< zurück   weiter >


Zitat

News Feed

tagesschau.de - Die Nachrichten der ARD
tagesschau.de

Gesundheitsministerium: 36.000 Stellen in der Pflege unbesetzt
Union und SPD versprechen im Koalitionsvertrag ein Sofortprogramm mit 8000 zusätzlichen Stellen in der Pflege. Neue Zahlen zeigen jedoch, dass das viel zu wenig ist. Das kritisieren die Grünen. Von Tamara Anthony.

Macron in den USA: Trump-Flüsterer und erste Adresse in Europa
Staatsbankett, vertraute Gesten, eine Rede vor dem Kongress: Trump überschüttet Frankreichs Präsident mit Ehrungen. Der US-Präsident lässt keinen Zweifel daran, wer sein wichtigster Partner in Europa ist. Von Martin Ganslmeier.

Maas in New York: "Wir wollen eine moderne Friedenspolitik"
Außenminister Maas hat sich vor den UN für ein Umdenken in der internationalen Sicherheitspolitik ausgesprochen. Darüber hinaus warb er für einen deutschen Sitz im Sicherheitsrat. Von Christoph Scheld.

Syrien-Konferenz: Maas sagt eine Milliarde Euro zu
Schon jetzt ist Deutschland der größte Einzelgeber, wenn es um die Hilfe für Syrer geht - jetzt hat Außenminister Maas eine weitere Milliarde Euro zugesagt. Anlass ist die Geberkonferenz in Brüssel.

Russischer Botschafter: "EU schadet Menschen in Syrien"
Wer soll den Wiederaufbau in Syrien bezahlen? Der russische EU-Botschafter Tschischow fordert im ARD-Interview, dies solle zum großen Teil die EU übernehmen. Sie müsse ihre Position überdenken.

Syrien-Konferenz: Auf der Suche nach dem Ansatz
Die Vertreter von 85 Staaten und Organisationen sitzen am Beratungstisch, doch die entscheidenden Akteure im Syrien-Konflikt fehlen. Die EU hofft, trotzdem etwas zu erreichen. Von Andreas Meyer-Feist.

Amokfahrt in Toronto: Motiv Frauenhass?
Bevor der mutmaßliche Täter von Toronto einen Kleintransporter in eine Menschengruppe steuerte, drückte er auf Facebook seine Bewunderung für einen Frauenmörder aus. Auch seine Opfer waren überwiegend weiblich.

Israel stoppt Ausweisung von Migranten
Die Ausweisung Tausender afrikanischer Migranten aus Israel ist vorerst vom Tisch. Die Regierung räumte ein, dass sie keine rechtliche Möglichkeit habe, die Menschen ohne Einwilligung ausweisen zu können.


raduga | joomlaportal

nach oben